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Lucian Freud -> Erstmals in Österreich!

Bis 12.01.2014 hat man noch die Möglichkeit,
diese tolle Ausstellung von Lucian Freud im KHM zu besuchen.
Lucian Freud hat noch vor seinem Tod, 
gemeinsam mit seinem langjährigen Freund David Dawson, 
die Gemälde für diese Ausstellung ausgewählt.

Er wurde am 08.12.1922 in Berlin geboren 
und vestarb am 20.07.2011 in London.
Er war der Enkel dem bekannten Psychoanalytikers Siegmund Freud.
 
In dieser Ausstellung werden Werke 
aus verschiedenen Phasen seines Oeuvre gezeigt.
Die früheren Gemälde erinnern an die alte Niederländische Malerei. 
Bei diesen Gemälden sieht man gut, 
dass ihm Konturen wichtig gewesen sind.

In den 60er Jahren verändert sich dann sein Malstil. 
 Hier geht es ihm nun um Farben, die Fleischigkeit ausdrücken sollen.
Lucian meinte, dass er eine innere
Unruhe empfand in dieser Phase.
Dadurch begann sich seine Malposition zu verändern, 
was sich auch auf seine Bilder ausgewirkt hat.
Er hat einmal selbst gesagt,
dass er aufgestanden sei und sich nie wieder gesetzt habe.

Bei den Gemälden der 60er Jahre merkt man, dass er immer mehr versucht hat, die dichte und schwere des Fleisches mit seinen Farbe zu erfassen. 
Die Farbe sollte zu Fleisch werden, was ihm auch wirklich gelungen ist.
Er wollte aus den Porträts Menschen machen 
und das erreichte er durch einen pastosen Farbauftrag,
 wodurch die Farbe eine fleischliche Dichte annahm.

Es gelang ihm auch etwas vom Modell einzufangen, 
das weder das Modell, noch er vorher wussten. 
Er muss sehr empathisch gewesen sein 
und sich vollkommen auf das Malen 
und auf sein Modell eingelassen haben, um das zu schaffen.
Das ist der Grund, warum seine Bilder so tief unter die Haut gehen.

Fasziniert hat mich auch noch, 
dass in seinem Atelier die Wände auch zu einem Werk wurden. 
Er hatte die Angewohnheit, dass er die Farbe von seiner Palette kratzte 
und sie dann auf die Wand "klatschte". 
Aus den Fragmenten der vielen Porträts entstand auf diese Weise ein ganz eigenes "Porträt", 
das gewisser maßen alle Werken zu einem Ganzen verschmelzen ließ.

Von sich selbst behauptete er, dass er sehr aggressiv beim Malen war 
und seine Modelle mit seinen Blicken durchdrang.
Er hat versucht alles so genau wie möglich einzufangen.
Dadurch ist es ihm gelungen, in das Innerste seiner Modelle zu gelangen 
und dieses Innere sichtbar zu machen.

Mir hat die Ausstellung so gut gefallen, 
weil so unendlich viel hinter seinen Arbeiten steckt.
Er hat sich sehr viele Gedanken zu seinen Bildern gemacht 
und war einfach ein genialer Künstler.

Wer sich ein wenig für Kunst interessiert, 
sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen!
Da man leider keine Fotos machen durfte, 
verweise ich auf die Webseite vom KHM:

http://www.khm.at/besuchen/ausstellungen/lucian-freud/




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